Sonntag, 20. August 2017
Ölmühle in der Unterwelt Drucken

Die Müller genossen in den sogenannten alten Zeiten nicht den besten Ruf, weil der „Tausch“ zwischen großen Mengen Getreide und dem vergleichsweise wenigen daraus gewonnenen Mehl für die Bauern nicht immer ganz nachzuvollziehen war. Zur Unterwelt rechnete sie allerdings niemand. Ihre Nachfolger, die Freunde der historischen Ölmühle in Niederdorfelden besuchten indes genau diese, nämlich das lange und weitverzweigte Kellerlabyrinth unter der Stadt Oppenheim am Rhein.

Anlass hierzu war der jährliche Ausflug des Fördervereins Ölmühle, auf dessen Programm außerdem ein Besuch des Hofguts Guntershausen im Naturschutzgebiet „Hessischer Kühkopf“ mit Besichtigung des angegliederten Naturschutz- und Informationszentrums stand.

Besonderes Interesse fand diese Einrichtung bei den Besuchern, weil das Gebäude ebenfalls baufällig war und abgerissen werden sollte, jedoch von einem ehrenamtlich geführten Förderverein gerettet und in einen  vorbildlichen Zustand versetzt wurde. Unser Foto zeigt die Reisegruppe vor dem Eingang des Hofgutgebäudes.

Einen ganz und gar unerfreulichen Aspekt hatte die Fahrt trotzdem: die Teilnehmer der alternativen Wanderung durch den Kühkopf mussten sich unzähliger Schnaken erwehren, eine Teilnehmerin handelte sich Dutzende von Stichen ein, die allerdings keine nachhaltigen Schäden hinterließen.

 
Brot backen mit Nachtigall, Eisvogel und Co. Drucken

Das im Holzofen der Ölmühle Niederdorfelden gebackene Brot ist schon ein Renner für sich. Hinzu kommt, dass die Herstellung des köstlich duftenden Brotes in freier Natur und idyllischer Umgebung geschieht.Heimatliche Flora und Fauna zeigen sich in ihrer ganzen Vielfalt.

So wurde dies Jahr wieder der Eisvogel am Burgweiher beobachtet, die Nachtigall ist zu hören, der Kuckuck ruft in der Ferne, der Kleiber füttert seine Jungen unter dem Ziegeldach des Mühlengebäudes und in der Nachbarschaft ist der gelbe Pirol zu sehen, von dem sehnsüchtigen Liebeswerben der Frösche ganz abgesehen..

Wenn am zweiten Pfingstfeiertag, also dem 16. Mai, dem Mühlentag 2016, dann die leckeren Laibe im Ofen schwitzen, ist natürlich nicht garantiert, dass man dies alles auch wahrnehmen kann, denn die meisten Tiere sind bekanntermaßen scheu und verdrücken sich, wenn zu viel Betrieb ist. Idyllisch bleibt der Ort dennoch.

Dies mag auch ein Grund dafür sein, dass die Evangelische Kirchengemeinde von Niederdofelden den Wunsch äußerte, zu Beginn der Veranstaltung um 11 Uhr an der Ölmühle einen Gottesdienst unter freiem Himmel zu feiern. Der Förderverein Ölmühle Niederdorfelden hat diesem Wunsch gerne entsprochen und wird den Rahmen bereitstellen, soweit er über die vorhandene Natur hinausgeht. Integriert in den Gottesdienst sind Beiträge einer Gruppe von Jagdhornbläsern.

Im Anschluss an den Gottesdienst bietet der Trägerverein wie in jedem Jahr allerlei Köstlichkeiten auf Tellern und in Gläsern. Selbstverständlich wird auch der Wissensdurst für diejenigen gestillt, die sich über die Mühle selbst und ihren aktuellen Zustand informieren möchten. In stündlichen Abständen finden sachkundige Führungen statt.

 

 
Ölmühle: Kuchen statt Brot gebacken Drucken

„Dann sollen sie eben Kuchen essen“, soll die französische Königin Marie-Antoinette die Klage ihrer Untertanen, es fehle an Brot, kommentiert haben. Diese Einstellung führte sie geradewegs zum Schafott, auf dem sie ihr Luxusleben aushauchte.

Weder zynisch noch blutig ging es dagegen beim Denkmalstag an der Niederdorfelder Ölmühle, zumal das regnerische Wetter kaum dazu taugte, die Gemüter zu erhitzen.Immerhin aber wurde Kuchen statt des Mühlenbrotes gebacken, das normalerweise einen kleinen Ansturm auf das idyllische Plätzchen an der Wasserburg auslöst.

Die „Mühlenbäckerin“ freut sich über ihr gelungenes Werk.

Weiterlesen...
 
Ölmühle: Hier kann man Kuchen backen Drucken

Soo lange ist es noch gar nicht her, als man den Sonntagskuchen auf dem großen Blech zum Bäcker bringen und dort backen lassen konnte. Diesen Brauch lässt die Ölmühle Niederdorfelden zum „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 13. September, wieder aufleben.

So lecker ist der im Holzofen gebackene Blechkuchen!

Weiterlesen...
 
Wieder Stammtisch an der Niederdorfelder Ölmühle Drucken

Die Lufthoheit über Stammtischen ist häufig Gegenstand von Hohn und Spott.

Ganz sicher geht solche Satire bei den Stammtischen an der Niederdorfelder Ölmühle ins Leere, da sie zum einen in rauchfreier Natur stattfinden und vor allem keine dümmlichen Sprüche über Minderheiten oder aus dem Raster fallende Personen abgelassen werden.

Weiterlesen...
 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Weiter > Ende >>

Seite 1 von 9