Mittwoch, 20. Oktober 2021
Mühlentag Niederdorfelden: Wagen wir’s! Drucken

„Wagen wir’s!“ sagte sich der Vorstand des Fördervereins Ölmühle Niederdorfelden, als bekannt wurde, dass der diesjährige Mühlentag von Pfingsten auf den zweiten Sonntag im September, und damit zeitgleich mit dem „Tag des offenen Denkmals“, verlegt wurde. Nach der langen und nervigen coronabedingten Zwangspause will man eine öffentliche Veranstaltung in der Ölmühle wagen.

Allerdings wird das Konzept reduziert. Die Mühle wird also am Sonntag, dem 12. September 2021, zwar von 12 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet, es gibt aber Beschränkungen der Personenzahl bei den Führungen.
Außerdem sind die Sitzplätze im Freien reduziert. An Speisen werden lediglich heiße Würstchen mit Brötchen sowie selbst gebackener Kuchen, natürlich mit Kaffee, angeboten. Zum Würstchen kann man kalte alkoholfreie Getränke sowie Bier und Apfelwein genießen. Einzig das legendäre Mühlenbrot aus dem Holzbackofen wird uneingeschränkt verkauft, und zwar ebenfalls ab 12 Uhr.
Selbstverständlich steht das Ganze unter dem Vorbehalt, dass die Pandemieregeln nicht verschärft werden und derartige Veranstaltungen nicht stattfinden sollen.
Herzlich eingeladen sind neben den Freunden der Ölmühle alle Interessierten aus der näheren und weiteren Umgebung.

 
Tag des offenen Denkmals: Holzofenbrot von der Ölmühle Niederdorfelden Drucken

Natürlich ist die Ölmühle in Niederdorfelden an sich eine Attraktion und ist vielleicht die wichtigste historische Sehenswürdigkeit der Niddergemeinde. Aber auch das dort im Holzofen zu besonderen Anlässen gebackene Brot hat sich zu einem Renner entwickelt. Ein solcher Anlass ist der Tag des offenen Denkmals, in diesem Jahr am Sonntag, dem 8. September.

Schon in aller Frühe wird der selbst gebaute Holzofen angeheizt, der Brotteig geformt und der Gluthitze übergeben. Das Ergebnis ist ein äußerst schmackhaftes Mischbrot, dessen Verkaufserlöse der Pflege der Ölmühle zugutekommen. Um 13 Uhr beginnt der Verkauf, die Ölmühle selbst öffnet ihre Tür und Besucher erhalten Gelegenheit, sich bei halbstündig angesetzten Führungen die Geschichte sowie die Funktion dieses Baudenkmals mit Aussagen über Handwerk, Architektur, Landwirtschaft und soziale Strukturen erläutern zu lassen.

Eintritt oder Teilnahmegebühren werden nicht erhoben, für eine kleine Spende ist man dankbar. Während das Brot sich schon von der Größe her nicht zum Verzehr vor Ort eignet, verhält sich dies bei den von den „Müllersfrauen“ (oder auch –männern) selbst gebackenen Kuchen und Torten ganz anders. Sie laden zur Leckerei mit einer Tasse Kaffee unter der Elsbeere oder der riesigen Eiche ein. Außerdem hat man sich beim Förderverein auch auf Gäste mit Durst nach Wasser, „Gespritztem“ oder in Hessen gebrautem Bier eingestellt und verkauft dies zu zivilen Preisen.

 
Ein Körnerrad für die Ölmühle Niederdorfelden Drucken

Das Korn findet man in vielen Redensarten unseres Sprachraumes, ganz sicher ein Beweis für die Bedeutung dieser Frucht praktisch in allen Kulturen dieser Erde.

Absolut im Mittelpunkt seines Lebens stand für den Müller das Korn, war dies doch das Material, mit dem er sich täglich befassen musste und aus dem er nicht nur Mehl, sondern auch andere Produkte herstellte und verkaufte. Aus anderen Früchten wird in den Mühlen Öl gewonnen, nicht nur für den Verzehr.

Eine sehr schön restaurierte Produktionsstätte für Öl ist die historische Ölmühle in Niederdorfelden, wo auch in diesem Jahr traditionell am Pfingstmontag, dem 21. Mai, der Mühlentag begangen wird. Neueste Errungenschaft dort ist ein selbst hergestelltes Körnerrad, in dem jeweils fünf Körner- und Ölfrüchte gezeigt werden.

 

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Ein heimatgeschichtliches Denkmal: Ölmühle Niederdorfelden Drucken

Die Ölmühle in Niederdorfelden ist in vielerlei Hinsicht ein Denkmal und logischerweise als solches unter Schutz gestellt: Aus Sicht des Handwerks, der Architektur, des Landschaftsschutzes der Landwirtschaft und nicht zuletzt der Heimatgeschichte. Deshalb ist die Ölmühle auch Bestandteil des Tages des offenen Denkmals und lädt Interessenten herzlich zum Besuch ein. Die europaweit ausgeschriebene Veranstaltung findet am Sonntag, dem 10. September, statt. An diesem Tag nun öffnet die Ölmühle Niederdorfelden um 13 Uhr und bittet zur Besichtigung.

Eine besondere Attraktion, die auch in diesem Jahr geboten wird, ist das Holzofenbrot, welches in aller Frühe frisch gebacken und noch ofenwarm verkauft wird. Außerdem wird Kaffee und hausgemachter Kuchen angeboten und an kühlen Getränken sollte es auch nicht fehlen.

Das wichtigste Objekt ist natürlich die Ölmühle selbst, die besichtigt werden kann. Ihre Geschichte, die Funktionsweise und der Verlauf der Instandsetzung werden von sachkundigen Frauen und Männern des Vereins erläutert. Eintritt oder Teilnahmegebühren werden nicht erhoben, bei einer kleinen Spende gibt es indes keine Gegenwehr der Verantwortlichen.

 
Ölmühle in der Unterwelt Drucken

Die Müller genossen in den sogenannten alten Zeiten nicht den besten Ruf, weil der „Tausch“ zwischen großen Mengen Getreide und dem vergleichsweise wenigen daraus gewonnenen Mehl für die Bauern nicht immer ganz nachzuvollziehen war. Zur Unterwelt rechnete sie allerdings niemand. Ihre Nachfolger, die Freunde der historischen Ölmühle in Niederdorfelden besuchten indes genau diese, nämlich das lange und weitverzweigte Kellerlabyrinth unter der Stadt Oppenheim am Rhein.

Anlass hierzu war der jährliche Ausflug des Fördervereins Ölmühle, auf dessen Programm außerdem ein Besuch des Hofguts Guntershausen im Naturschutzgebiet „Hessischer Kühkopf“ mit Besichtigung des angegliederten Naturschutz- und Informationszentrums stand.

Besonderes Interesse fand diese Einrichtung bei den Besuchern, weil das Gebäude ebenfalls baufällig war und abgerissen werden sollte, jedoch von einem ehrenamtlich geführten Förderverein gerettet und in einen  vorbildlichen Zustand versetzt wurde. Unser Foto zeigt die Reisegruppe vor dem Eingang des Hofgutgebäudes.

Einen ganz und gar unerfreulichen Aspekt hatte die Fahrt trotzdem: die Teilnehmer der alternativen Wanderung durch den Kühkopf mussten sich unzähliger Schnaken erwehren, eine Teilnehmerin handelte sich Dutzende von Stichen ein, die allerdings keine nachhaltigen Schäden hinterließen.

 
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