Samstag, 29. Juli 2017
Ölmühle: Kuchen statt Brot gebacken Drucken

„Dann sollen sie eben Kuchen essen“, soll die französische Königin Marie-Antoinette die Klage ihrer Untertanen, es fehle an Brot, kommentiert haben. Diese Einstellung führte sie geradewegs zum Schafott, auf dem sie ihr Luxusleben aushauchte.

Weder zynisch noch blutig ging es dagegen beim Denkmalstag an der Niederdorfelder Ölmühle, zumal das regnerische Wetter kaum dazu taugte, die Gemüter zu erhitzen.Immerhin aber wurde Kuchen statt des Mühlenbrotes gebacken, das normalerweise einen kleinen Ansturm auf das idyllische Plätzchen an der Wasserburg auslöst.

Die „Mühlenbäckerin“ freut sich über ihr gelungenes Werk.

Unter diesen Umständen blieb auch die Zahl der Besucher überschaubar. Diejenigen, die gleichwohl gekommen waren, konnten sich über die Technik der Ölmühle informieren las-sen, was in diesem Jahr mit dem Motte „Handwerk, Technik, Industrie“ Sinn der Sache war.

Traditionell sorgt der Trägerverein der Ölmühle dafür, dass niemand hungern oder dürsten muss. Folgerichtig gab es nicht nur den schon erwähnten noch warmen Kuchen aus dem Holzbackofen, sondern auch Laugenbrezel, normannische „Tarte des Pommes“ sowie eine eigens kreierte Köstlichkeit aus Blätterteig, Schafskäse und Oliven. Köstlich war auch der Frische „Süße“ aus der ortsansässigen Kelterei.